Denkkunst

Wir sind, was wir denken

Wir sind immer nur exakt das, was wir denken. Damit ist nicht nur Wissen an sich gemeint, obwohl dem, was wir für richtig halten, eine große Bedeutung zukommt. Vielmehr ist unsere Haltung gemeint, das woran und wonach wir uns ausrichten. Es muss uns klar sein, dass wir durch das, was wir denken, nicht nur unser Leben definieren, nein, wir definieren dadurch auch die Welt.

Erst wenn wir uns auf ein Leben ausgerichtet haben, das im Einklang mit den Prinzipien des Kosmos steht, erst dann sind wir befreit von leidhaften Vorstellungen und schmerzerzeugenden Gedanken und Gefühlen. Solange wir unser Leben nicht grundsätzlich an und nach dem Eigentlichen ausrichten, sind wir dem wankelmütigen Sturm des vermeintlich ‚normalen‘ Lebens ausgeliefert, versinken wir immer wieder in Narzissmus, Egozentrik und auch Traurigkeit.

Unsere geistige Ausrichtung bestimmt unser Sein: wie wir uns fühlen, was wir denken, wie wir handeln, was wir erfahren und was wir erleben. Jeder Mensch und jede Gemeinschaft muss sich darüber im klaren sein, woran und wonach sie sich ausrichtet. darin liegt die wirkliche und eigentliche Verantwortung des Menchen.

Es ist unmöglich, zu wahrer Individualität zu gelangen, ohne im Ganzen verwurzelt zu sein. Alles andere ist egozentrisch.
David Bohm

Wie aber entkommen wir den Fallstricken des Lebens? Wie entkommen wir dem eigenen Hang zur Egozentrik? Wie schon gesagt: In meinen Augen gibt es nur ein einziges Mittel neben Selbsterkenntnis und Selbstreflexion: Den Dialog. Wir können aber noch ein ‚Fraktal‘ grundsätzlicher denken und den Weg des Geistes gehen.