Denkkunst

Gemeinschaft

Von Gemeinschaft reden oft nur die, die sich selbst noch nicht gefunden haben. Natürlich spreche auch ich von Gemeinschaft, wie etwa in diesem Text, aber wie soll ich sonst schreiben? Etwa wie Gert Fröbe in seiner Morgenstern-Interpretationen ‚Fisches Nachtgesagt‘? Also reden wir über das, worüber man nicht reden kann. Übrigens eine übliche Zen-Praxis.

Aber Spaß bei Seite, über Gemeinschaft sollte man solange reden, solange die Menschheit sich noch nicht selbst gefunden, sich noch nicht selbst erkannt hat. Über die Welt und die übrige Natur braucht man sich keine Sorgen zu machen, die hat sich nämlich nie verloren. Jedenfalls gibt es dafür keine Anzeichen.

Warum aber ist der Mensch aus der Harmonie des Seins gefallen ist? Darüber lässt sich weidlich spekulieren, wichtig aber ist zu sehen, dass er es ist und zu tun, was zu tun ist. Es fängt damit an aufzuhören, eins mit der ursprünglichen Harmonie des Lebens sein zu wollen. Denn solange wir nicht als Menschheit im Einklang mit dem sogenannten Sein leben, solange werden wir uns selbst und damit unsere Selbstbewusstheit nicht vergessen.

Aber auch, wenn wir unsere Selbstbewusstheit nie werden ablegen können - warum auch immer - sollten wir endlich damit anfangen zu verstehen, was wir tun müssen, um nicht mehr ein Gegenspieler der Welt und der Natur zu sein und dabei nicht vergessen, dass wir es als Menschheit noch sind, auch wenn Sie oder ich als Einzelne es nicht mehr sind.

Uns Menschen gibt es eben nur als Ganzes. Und darum muss sich unser Handeln auch danach ausrichten. Aber nicht, indem wir die Anderen zu bekehren suchen, sondern mit der einzigen Strategie, die ich kenne, eben den Dialog. Und dazu brauchen wir die Gemeinschaft, damit wir endlich anfangen über die Dinge zu reden, die wichtig sind. Also fangen wir an! Hier meine Gedanken über ‚Gemeinschaft‘.