Peter D. Zettel
Denkkunst

Im eigenen Kopf fängt es an

Angesichts der weltweiten Gefahren nuklearer Kriege forderten Bertrand Russell und Albert Einstein in ihrem Manifest, veröffentlicht am 9. Juli 1955, uns, die Menschheit, zu einem neuem Denken auf, das Krieg als Strategie der Konfliktlösung endgültig bannt.

Die vielfältigen und nicht zu übersehenden Krisen, mit denen wir heute konfrontiert sind und die uns zu überfordern drohen, sind Ausdruck einer geistigen Krise im Verhältnis von uns Menschen zu unserer lebendigen Welt. Sie sind Symptome tiefer liegender Ursachen, die wir bisher versäumten zu hinterfragen und aufzudecken. Sie hängen eng mit unserem weltweit favorisierten materialistisch-mechanistischem Weltbild und seiner Vorgeschichte zusammen.

Wir müssen unser Denken erweitern und unser jetziges Verhalten grundlegend korrigieren. Hierbei können, das ist meine Überzeugung, gerade die revolutionär erweiterten Einsichten der neuen Physik einen hilfreichen Einstieg für eine Entschärfung und Lösung der Problematik liefern, da sie durch ihre gedankliche Öffnung eine Neuorientierung erlauben. Das wird unser Ansatz sein. Er soll jedoch auch als ein ‚Katalysator’ dienen, andere zu neuem Denken anzuregen.

‚We have to learn to think in a new way‘
Potsdamer Manifest 2005

Das Bild ...

Bild

Das Bild symbolisiert, was so viele davon abhält, neu und anders zu denken. Es ist, als ließe man sich auf etwas ein, das einen verschlingt, einem jegliche Sicherheit nimmt. Man sieht nicht, was einen erwartet. Und das macht Angst. Aber das braucht es nicht, denn es ist nur in unserem Kopf, nur eine Vorstellung, ein Gedanke.

Da hilft alles Argumentieren nicht. Man muss sich selbst darüber klar werden, dass, wie ich immer sage, ich immer noch hier sitzen werde und nichts passiert sein wird, selbst wenn sich meine Welt als eine einzige Illusion herausstellt.

Ich habe diese Erfahrung selbst einmal gemacht. Mein Weltbild brach zusammen. Was aber war wirklich passiert? Es dauerte eine ganze Weile bis ich endlich begriff, dass nichts passiert war. Alles war wie immer. Nur ich war endlich aufgewacht aus meinem Traum.

Obwohl nichts anders war, war es doch der Beginn eines neuen Lebens.

Aber man darf sich dabei nicht täuschen, darf nicht auf sich selbst hereinfallen. Allzu leicht wähnen wir uns am Ziel und sind es nicht, statt dass wir uns dessen bewusst wären, was wir nicht wissen. Vielleicht gelingt es mit diesem Geanken von LaoTse am besten und leichtesten:

Bewahre die Reinheit,
offenbare die Einfachheit,
vermindere die Selbstsucht,
verringere die Begierden!

Und weil es definitiv im eigenen Kopf anfängt, im eigenen Denken, tun wir gut daran, genau dies auch zu untersuchen. Meine Gedanken dazu habe ich auf der Website ‚Bullenbilder‘ einmal zusammengefasst. Das können Sie sich vielleicht ansehen, wenn Sie die Gedanken dieser Website nachdenklich gemaacht haben sollten.